Vor beinahe 2 1/2 Jahren, im Herbst des Jahres 2011, entschlossen wir uns, meine Schwester und Mitarbeiterin Manuela Rehahn und ich, die Arbeit an einem 1. Buchprojekt, für den im Sommer zuvor gegründeten Spurenkreis Verlag, aufzunehmen, einer Sammlung von fünf ersten Erzählungen, namens In der Stille der Einsamkeit, den ersten Geschichten eines Schreibpfades, der in der Jugend begann und fast 20 Jahre andauerte.

Dieser erste Wegabschnitt ist, mit der Veröffentlichung des letzten Buches „Der Zug“ dieser Reihe, nun vollendet, während der eigentliche Weg bereits neue Pfade hervorgebracht und quasi fließend in eine nächste Phase übergegangen ist.

Die fünf Erzählungen sind veröffentlicht und liegen in unterschiedlichen digitalen Fassungen, sowie Druckausgaben vor, eine immense Arbeitslast liegt hinter mir bzw. uns als Gruppe, was die Illustrationen, das Lektorat und all die vielen Details einer Bucherstellung angeht.

Eine enorme Vielfalt an Aufgaben!

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Bild © Manuela Rehahn

Und zwischendurch immer wieder ein starkes Gefühl der Einsamkeit auf der Weg.

Aber das ist wohl das Schicksal jener, die sich einem solchen Weg widmen!

Am Ende ist man doch allein, eine Realisation, die mir bereits in jungen Jahren zuteil wurde, da die eigenen Visionen, welche mich antrieben und von einem alltäglichen Dasein fern hielten, um Aufmerksamkeit und Verwirklichung buhlten und ihren Tribut im Leben forderten, oft kaum verständlich oder nachvollziehbar für andere waren.

Und so bleibt es bis heute!

Die eigenen Augen sehen etwas, das anderen nur verborgen bleibt.

Man ist getrieben von Visionen, Vorstellungen von Werken, die realisiert werden müssen! Aber wie das im einzelnen geschehen kann, ist oft völlig unklar und muss erst auf dem Weg selbst ergründet werden.

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Bild © Manuela Rehahn

Und so fühlt es sich wundervoll an, wenn ein so großes Projekt, wie In der Stille der Einsamkeit für diesen Augenblick vollendet vor einem liegt. Für diesen Augenblick, weil es in der Zwischenzeit, Erweiterung erfahren hat, weil das Gefühl, etwas ist vollbracht nicht wirklich aufkommt. Lediglich für den Moment, scheint mir etwas fertig, aber nichts ist in Stein gemeißelt, alles ist fließend und wenn es, trotz der Vollendung, verändert werden muss, so muss es eben getan werden.

Dies ist ein rastloses Dasein! Doch es ist gut so, denn vor dem Werk, ist nach dem Werk.

Der Spurenkreis / Verlag begann als Idee für die eigenen Publikationen, aber immer auch im Hinblick auf den Kreis der Spuren, also dem Wunsch etwas zu schaffen, das über uns selbst hinausgeht, einem Ort für die Werke anderer.

Und auch wenn der eigene Pfad fortgeführt wird und weitere Publikationen anstehen, so ist nun auch die Zeit für andere Autoren und Künstler gekommen. Aber darüber mehr an anderer Stelle!

Ein erster Abschnitt auf diesem Wege, ist nun vollbracht.

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Bild © Manuela Rehahn


Anmerkungen