Das eigene Überleben in der Schöpfung

Bei all den Überlegungen in vielfältigen Worten und Längen über den Sinn & Unsinn der eigenen Schöpfung, die zahlreichen Beweggründe, so fadenscheinig sie auch sein mögen, brennt mir heute eine Sache, da ich einmal mehr über der Hölle schwebe, vor dem Ertrinken nach Luft schnappe, zerschunden am Wegesrand um Hilfe rufe, ganz besonders auf der Seele: Das eigene Überleben… Und dies negiert tatsächlich alle Fragen nach einem Sinn, nach Anerkennung, Relevanz oder Gewinn und hebt die Konversation, auf eine rein existenzielle Ebene, auf der die Diskussion vielleicht überhaupt stehen sollte. Wenigstens dort wo ich auf diesem Wege stehe… Jegliche Form

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Ein dunkler Schatten auf einer sich lichtenden Seele

Nach einigen wirklich guten Tagen mit einem spürbar veränderten & regelmäßigen Rhythmus, der mit der frühen Nachtruhe beginnt, dem Erwachen am hellen Morgen, einem gesunden Frühstück, nach einem kurzen Innehalten durch Lesen & Ruhe, der Erledigung verschiedener Alltagsarbeiten, der persönlichen Reinigung, der eigentlichen Arbeiten, sowohl notwendiger als auch kreativer Aufgaben & Projekte, für einen selbst, für andere & für den Kreis, hier und da, immer wieder durch Ruhe, Gebete, Meditation, Leibes- & Kunstübungen, geistiger Erquickung durch Lesen, visuelle Reize, Entspannung & Unterhaltung, kleinen Mahlzeiten zur Stärkung durchwirkt, bis in den Abend hinein, welcher abschließend von Ruhe & Entspannung geprägt, in

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Die Gedanken sind frei

Unser heutiges Zitat widmet sich einem bekannten deutschen Volkslied1, hochaktuell für unsere Zeit, als Bekennung zur Freiheit der Gedanken, Rede & Meinung… Strophe 1 Beleget den Fuß Mit Banden und mit Ketten Daß von Verdruß Er sich kann nicht retten, So wirken die Sinnen, Die dennoch durchdringen. Es bleibet dabei: Die Gedanken sind frei. Strophe 2 Die Gedanken sind frei Wer kann sie erraten? Sie fliehen vorbei Wie nächtliche Schatten; Kein Mensch kann sie wissen, Kein Kerker verschließen Wer weiß, was es sei? Die Gedanken sind frei. Strophe 3 Ich werde gewiß Mich niemals beschweren, Will man mir bald dies,

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Über Künstler

„Künstler beschränken sich oft auf eine Kunstform. »Ich bin ein Musiker«, oder »Ich bin ein Maler,« mögen sie vielleicht sagen. Und darin mag viel Wahrheit liegen. Doch es gibt andere Künstler, die niemals nur einem Pfad folgen könnten. Dies sind die Künstler, die sich in verschiedenen Formen ausdrücken müssen. Sie mögen vielleicht nicht absolut perfekt in jeder Kunstform sein, der sie folgen, aber sie müssen es dennoch tun. Sie müssen kreativ leben. Dies ist ein Drang, den allein das Unterbewusstsein kennt. Es ist ein Drang, der nicht in Frage gestellt werden kann, dem man jedoch folgen muss. Wenn Du kreativ

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Über neue Stimmen im Spurenkreis

Die Erweiterung der Kreise (Teil 3)… Die Inhalte auf den Seiten des Spurenkreises wachsen stetig an, sowohl durch eigene Werke, aber vermehrt auch durch individuelle Stimmen, Autoren, Künstler & Denker, welche durch ihre persönlichen Arbeiten dazu beitragen diesen Raum zu erweitern, wodurch wir unserem Anspruch ein wahrhaftiger Kreis für Kunst, Ideen & einem Dialog zu sein, gerecht werden wollen. Darüber wollen wir in diesem Eintrag sprechen & entsprechende neue Rubriken vorstellen. Wir beginnen also nun, offiziell, diese Stimmen stärker in den Vordergrund zu stellen: Durch persönliche Seiten, Blogs & Beiträge, die in Zusammenarbeit mit uns, aber auch durch die eigene

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Irrsinn, Berufung oder Wunschtraum

Ein weiteres, neues, Fragment aus einer unveröffentlichten Erzählung… Diesmal, ein Monolog des Protagonisten, über verlorene Träume, Ängste, aber auch Hoffnung & Aufbegehren, angesichts schier auswegloser Umstände. Nach all der Zeit, all den Träumen, dem Gefühl nicht genug getan zu haben, all den Versäumnissen. Schlaflos in der Nacht, Musik im Geiste, liege hoffend ich wach. Doch noch zu meistern, was mir still vorschwebt. Zu verwirklichen, was rastlos in mir lebt. Und nicht zu vergehen scheint, hier und da nur schlummert. Aber nimmer im Keim kann erstickt werden, bis ich verlass diese Erden. Irrsinn oder Wunschtraum?! Warum lass ich’s mir nicht verbauen?!

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Osterspaziergang

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche durch des Frühlings holden, belebenden Blick. Im Tale grünet Hoffnungsglück. Der alte Winter in seiner Schwäche zog sich in rauhe Berge zurück. Von dorther sendet er, fliehend, nur ohnmächtige Schauer körnigen Eises in Streifen über die grünende Flur. Aber die Sonne duldet kein Weisses. Überall regt sich Bildung und Streben, alles will sie mit Farbe beleben. Doch an Blumen fehlts im Revier. Sie nimmt geputzte Menschen dafür. Kehre dich um, von diesen Höhen nach der Stadt zurückzusehen! Aus dem hohlen, finstern Tor dringt ein buntes Gewimmel hervor. Jeder sonnt sich heute so gern.

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Über die Bewahrung von Traditionen

Die Frühlingszeit klingt sanft & stille ein, ihr milder Atem und Blütenhaftes Antlitz, belohnt uns mit den Entbehrungen der kalten Wintertage und nach dem der Palmsonntag vorüber ist, an dem Jesus Christus in Jerusalem angekommen war, beginnen langsam auch die Vorbereitungen für die alljährliche und wunderbare Osterzeit, die einmal mehr den Kreislauf des Lebens, des Todes & der Wiedergeburt feiert, des Heilands natürlich, aber auch den steten Wandel der Jahreszeiten und das Gefühl des Neuanfangs in den Menschen, ihrem Dasein und der Natur. Nicht umsonst kommen in dieser Zeit so viele heidnische, jüdische, christliche Feiertage zusammen, weil es eine magische,

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Flüchtige Blüte

Vorsichtig näherte er sich der sanft, rosafarbenen Blüte, darüber ungewiss, ob es jene Eine war, die in Augenschein zu nehmen, er sich Jahr für Jahr sehnte. Vorsichtig näherte er sich der sanft, rosafarbenen Blüte, darüber ungewiss, ob es diese Eine war nach der er sich Jahr für Jahr sehnte. »Japan war das Land der Blüten!«, dachte er still bei sich. Keine Jahreszeit schien zu vergehen, ohne dass die eine oder andere in Gesprächen oder anderweitig Erwähnung fand und sich auf diese Weise still ins Bewusstsein rückte. Dies geschah nicht immer so überschwänglich und prächtig wie zur Kirschblüte, bei der ganze

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Eine Woche im Fluss der Worte

Hier hatte ich die Idee einfach ein paar Bilder mit den teils poetisch Schilderungen der Geschehnisse eine Woche zu verbinden. Kein großes Werk, nur eine kleine Momentaufnahme der Dinge, um das Leben mit ein paar Versen zu umschreiben… Auf dem Bahnhof in der Abenddämmerung, die Vielfalt der Wege, zahllose Möglichkeiten, in alle Richtungen… Die ewige Vergänglichkeit der Existenz und des Lebens, verdorrende Schönheit, kalter Tag im Worte, die Hoffnung auf der Blüte Lieblichkeit… Wintereinbruch, Schneefall über den Dächern, Kälte, bittere Kälte, weißes Grab oder das alte Dasein zugedeckt und auf ein Neues lebendig? Ein neuer Morgen, hell und frisch, die

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