Voller Angst auch nur einen Schritt voran zu gehen, weil es dieser Schritt sein wird, der mich aus den Schatten und aus der Stille heraus, in das Unbekannte führt.
Und der vor mir liegende Pfad ist nur schemenhaft erkennbar!
Wie nur soll ich ihn ohne Fehltritt, ohne in eine falsche Richtung zu laufen, beschreiten können?
Warum ist es so schwer einen neuen Weg zu beginnen, obwohl doch ein Großteil der Kraft, wenn nicht sogar alle Anstrengungen der letzten Jahre, auf diesen einen Punkt gerichtet sind, dem eigentlichen Grund, der Existenz dieses Kreises überhaupt?
Je länger ich warte, umso schwerer wird es sein loszulassen!
In den Schatten werde ich verbleiben und in Sicherheit, Frustration und Wut jedoch zunehmen und mich für den Rest meines Lebens, in einem Traumzustand verweilen lassen.
Was könnte noch im Weg stehen, wenn der hinter mir liegende Pfad, von Anfang an bescheiden und einfach war?
Das Leben hat seine Art, die Dinge in unterschiedliche Richtungen zu führen und ehe man es sich versieht, viele Gelegenheiten unmöglich machen.
Wenn nicht jetzt, wann wird die rechte Zeit dann gekommen sein?
Es geht nun nun schon eine Weile so…
Warum noch warten?
Vieles ist vorbereitet, lassen wir die Vergangenheit doch hinter uns!
Und den Pfad beschreiten, der sich vor uns entfaltet…

RR, 18.10.2012


Waldlichtung vor einem Feld in Rothemark, Wittenberg im Sommer 2015…

R. Rehahn
Autor, Künstler & Herausgeber...