Einer Welle gleich, überkommen mich Empfindungen, Gedanken, strömen tief durch mich hindurch, werden zu einem reißenden Strom, brechen ein in mein Dasein, plötzlich und unerwartet, durchdringen jede Zelle meiner Existenz.
Angst befällt mich, schnürt mir die Kehle zu, weil ich befallen bin von einer Plage, die mich auffrisst, innerlich, meine Tage bitter und ohne Gewissheit, mit einem Schwerte über mir, drohend den Verlauf meines Weges zu bestimmen, die Ratlosigkeit in meinem Herzen nährend und die Trauer über den letzten Gang, unaussprechlich und einem Ozean voller Tränen gleich, machend.
Die Hoffnung darf nicht fallen, in dieser Schlacht! Dem Feinde muß die Stirn ich bieten. Noch ist der finale Atemzug nicht vollendet. Mit aller Kraft begehre ich auf, bis ich nicht mehr kann.
Was geschieht mit mir, wohin führt mich dieser Pfad?
[…], behüte mich, befreie und richte mich auf, das von Angesicht zu Angesicht, ich nimmer wanke und siegreich hervorgehe aus diesem Kampfe.
Ich habe Angst, so unglaubliche Angst, doch ich vertraue auf Dich […], was auch immer kommen mag.


“Dies sind weitere Verse aus dem Buch “Eine kurze Krankengeschichte [Arbeitstitel]”, welches immer noch in der Entstehung ist und in der ich die Zeit einer Krankheit aufarbeite.” — R. Rehahn, 16.04.2012 / Autor


Himmel über den Feldern, umgeben vom Wald in Rothemark, Wittenberg…

R. Rehahn
Autor, Künstler & Herausgeber...