Schreiben-Schreiben-Schreiben

Als ich in diesen Tagen an einem Eintrag für das Spurenjournal arbeitete, überkamen mich Zweifel darüber, ob dieser Text es überhaupt wert wäre zu erscheinen, ja sogar verfasst zu werden. Im Grunde ja ein kleines Problem (also kein wirkliches) beschreibend, in einer Zeit da Menschen in den Krisengebieten der Welt von wirklichen Sorgen und Nöten heimgesucht werden, schienen meine Worte, das widerzuspiegeln, was (oft gefühlt) so scheinbar falsch mit meinen eigenen Texten ist:
Der fehlende aktuelle Bezug, die oft zu subjektiven Blickwinkel usw.
Als Autor sind aber all diese Gedanken belanglos, denn hier ist ein Text, der verfasst und veröffentlicht werden will.
Offensichtlich kann nicht jeder Text von tiefer Bedeutung sein, aber der Zweifel am eigenen Schaffen, ist wenig konstruktiv, weil es mit der Negierung von ein paar Worten beginnt, die in einer weitaus größeren Angst münden könnte, überhaupt nicht mehr schreiben zu können oder zu wollen.
Deshalb gilt für einen Autor:
Schreiben, schreiben, schreiben…
Jedes Wort ist auch eine Übung, ein Stein auf dem Weg zum nächsten Wort – deshalb ist es wichtig nicht zu zweifeln, sondern stetig voran zu schreiten.
RR, 14.07.2015

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