Der gemeinsame Weg

Als wäre ein Schleier von seinem Dasein gefallen, ging sein Blick geklärt und befreit, in die noch ungewisse Zukunft und ein neues Verständnis, über viele Aspekte der Arbeit im Verlag, begann sich langsam in ihm zu formen.

»Dies ist nicht nur mein alleiniger Weg!«, sprach er stille zu sich selbst.
»Die Art und Weise wie er geformt und ausgerichtet wird, hängt von vielem ab und besonders von den Menschen, die ihn mit mir beschreiten.«, verstand er nun.
»Es ist ein gemeinsamer Weg!«, war er sich gewiss.

Doch warum erschien ihm mit einem Male alles so deutlich, fragte er sich. Weil er sich selbst, den Verlag und all die Arbeit und ihr Erscheinen durch die Augen eines Anderen gesehen hatte und er begriff, dass im Augenblick alles auf ihn selbst ausgelegt war, doch ohne Reue, denn er wusste, nur auf diese Weise, war es bis hierher möglich gewesen!
Und es ging einher mit seiner Überzeugung, dass alles in einem steten Wandel war und das auch dies Ausdruck finden musste, anders würde es nicht gehen, dafür verstand und empfand er sich selbst zu sehr als Künstler.
Aber, und darin lag gewiss auch ein Stück Traurigkeit, auf diese Weise, würde es von hieran, nicht länger allein möglich sein, obwohl dies mit einem neuen Gefühl einher ging, welches in der letzten Zeit mehr und mehr an Bedeutung gewonnen hatte, seitdem die Arbeit über seine eigenen Bücher hinausging:
Auch er war als Autor nur ein Teil des Verlages und dieses Weges, und er musste endlich begreifen, sich selbst als Künstler davon zu trennen. Allerdings hatte er sich an diesem Punkt schon viele Male befunden, doch anders als heute, niemals einen Weg zu einer anderen Lösung für sich selbst gesehen, was ihm ebenfalls bedeutsam erschien und ohne die ein Voranschreiten wohl nicht machbar war.
Aber hier stand er nun, an einer weiteren Kreuzung, welche den Verlauf des kommenden Weges, den er nun nicht länger alleine ging, bestimmen sollte.