Blicke nur — Flüchtige Blicke

Im Leben, in der Welt um mich herum, in mir selbst, geht so viel vor sich:

In einem vielschichtigen, Facettenreichen Gemälde…

Und diese Farben, Formen und Szenen existieren auch, um sie auf allerlei Art & Weise festzuhalten, ja zu verstehen, zu sehen und zu fühlen.

Doch alles wozu man in der Lage scheint, weil dort einfach zu viel existiert, ist sich an Fragmenten zu halten, in kurzen Blicken nur, Wimpernschlägen in diesem immensen Zeitkontinuum.

Es wäre leicht abzuschweifen, besorgt im Wunsch zu sein, alles, Vieles oder wenigstens Einiges davon einzufangen. Doch anstatt in Rastlosigkeit zu leiden, soll Trost und nur Trost allein, den Lauf des Weges erleuchten.

Was man sanft und natürlich aufzulesen vermag ist genug! Alles Andere wird irgendwann so weit sein oder auch nicht. Doch ist es ja immer noch irgendwo dort draußen: lebend, atmend, auf mich oder jemanden

Anderen aus der Zunft wartend.

Alle Aspekte des Lebens sind stets vorhanden, ohne im Besitz von irgend jemandem zu sein. Wir können nur beobachten, festhalten, ohne die Fragmente für uns beanspruchen zu können.

Diese Sichtweise, diesen inneren behutsamen Blick, niemals zu verlieren, auf das sie in ein Übersehen transformiert wird, scheint essentieller für das eigene Dasein zu sein.

Denn wie soll man in dieses kostbare Fenster schauen, wenn man rastlos ist und nicht im Augenblicke, sehend, denkend, fühlend und hörend…

RR, 20.06.2016


Eine Waldblume in einem Feld…

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