Ein dunkler Schatten auf einer sich lichtenden Seele

Nach einigen wirklich guten Tagen mit einem spürbar veränderten & regelmäßigen Rhythmus, der mit der frühen Nachtruhe beginnt, dem Erwachen am hellen Morgen, einem gesunden Frühstück, nach einem kurzen Innehalten durch Lesen & Ruhe, der Erledigung verschiedener Alltagsarbeiten, der persönlichen Reinigung, der eigentlichen Arbeiten, sowohl notwendiger als auch kreativer Aufgaben & Projekte, für einen selbst, für andere & für den Kreis, hier und da, immer wieder durch Ruhe, Gebete, Meditation, Leibes‐ & Kunstübungen, geistiger Erquickung durch Lesen, visuelle Reize, Entspannung & Unterhaltung, kleinen Mahlzeiten zur Stärkung durchwirkt, bis in den Abend hinein, welcher abschließend von Ruhe & Entspannung geprägt, in eine verfrühte Nachtruhe mündet, liegt heute ein dunkler Schatten auf einer sich eigentlich lichtenden, erstarkenden Seele, deren Wohl & Kraft nun im Zentrum des Daseins steht.

Die finsteren Nebenschwaden ziehen vorbei, durchdringen und trachten erneut danach in einen Abgrund zu ziehen, dessen Wiederkehr die tiefste Furcht hervorruft, dass einem der Atem fast stillsteht, gefriert und stockt, während man nach Auswegen sucht, die das Licht zurück in diese Augenblicke bringen.

Gedanken schweben, nun nicht länger flüchtig oder zu vage, sondern differenziert, klar und greifbar, zumal an Stärke gewonnen, sie sowohl im Geiste, als auch in schriftlicher Form, festzuhalten möglich geworden ist, da der traumhafte, wohl auch durch Pillen induzierte, zwischen Besinnungslosigkeit und Betäubung, Realität und Traum, sich manchmal nach Dies‐ oder Jenseits anfühlende Zustand, endlich Aufklärung findet, die ein Dasein im Hier und Jetzt erst möglich werden lassen und jeden Augenblick wieder lebenswert.

Die abgrundtiefe, zerstörerisch kräftezehrende Furcht vor dem Falle, treibt um, das finstere Ungetüm im Schlepptau, das einfach nicht nachgeben will und erst zufrieden scheint, wenn vollends zersplittert, zerbrochen und vernichtet man am Boden liegt, nicht länger fütternd, um seine Existenz zwar wissen, doch ihm keinesfalls die Bedeutung beimessen, die es für sich beansprucht, auf dass es schwächer werde, bis es allein durch die dunklen Wälder zieht und im Dickicht der Existenz verloren hat, teils unvorhersehbar, doch auch auf sicheren Pfaden, Momente der Leichtigkeit erleben und auch in vollem Bewusstsein, allem gewahr und achtsam, die zum Schild gegen des, in Zerrissenheit wandelnden, Spiegelgesellen brutale Unberechenbarkeit werden.

Bald hierhin und bald dorthin geht vorsichtig der Schritt, erblicke den dunklen Schatten, trete beiseite oder lasse die grauen Nebenschwaden hindurch, ohne sie festzuhalten, um sie nicht zur Manifestation zu nähren, in gefestigtem Gange, diese oder jene Betätigung ergreifend, damit die Körperlichkeit ein Anker in dieser Existenz wird, in einen Grund aus Stein getrieben, auf der Spiritualität Burg gebaut, in der dreifaltigen Verschmelzung, dem Quell des Lebens in dieser Welt, denen die waren und jenen die kommen werden, auf dieser, wie auf anderen Ebenen und Sphären.

Eine Erinnerung aus der alten Heimat schwebt unerwartet herab, kehrt zum Gedächtnis und für eine Umkehr zurück, führt wie einstmals fürsorglich und liebevoll in lichte, hoffnungsvolle Gedanken:

Die Welt, abseits der Kammer Stille, existiert, von Menschen erfüllt und von der wundersamen Schönheit der Natur bereichert, einen Besuch erwartend, Körper, Geist & Seele erquickend und den Blick auf etwas anderes, neues, inspirierendes, bekanntes und unerwartetes richtend.

Dem Ruf unter dem freien Himmel zu wandeln folgend, berührt von der warmen Sonne Wärme und der frühlingshaften, frischen Brise umspielt, führt auch heute der Weg.

All dies zur Koexistenz mit der Dunkelheit, zur Erquickung der Seele & für ein glückliches, zufriedenes Leben, für die Lieben und einen selbst.

RR, 25.05.2018


Himmelsspiele ueber der Stadt in der Abenddaemmerung...
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