Das eigene Überleben in der Schöpfung

Bei all den Überlegungen in vielfältigen Worten und Längen über den Sinn & Unsinn der eigenen Schöpfung, die zahlreichen Beweggründe, so fadenscheinig sie auch sein mögen, brennt mir heute eine Sache, da ich einmal mehr über der Hölle schwebe, vor dem Ertrinken nach Luft schnappe, zerschunden am Wegesrand um Hilfe rufe, ganz besonders auf der Seele:

Das eigene Überleben…

Und dies negiert tatsächlich alle Fragen nach einem Sinn, nach Anerkennung, Relevanz oder Gewinn und hebt die Konversation, auf eine rein existenzielle Ebene, auf der die Diskussion vielleicht überhaupt stehen sollte. Wenigstens dort wo ich auf diesem Wege stehe…

Jegliche Form des Ausdrucks in Wort, Stimme oder Bild, hilft dabei zu überleben, nicht den Verstand zu verlieren, in den eigenen Empfindungen zu ertrinken und eine Aufgabe zu haben, ja im eigenen Dasein einen Sinn zu fühlen und das darf niemals vergessen werden. Womöglich nimmt die Schöpfung in vielerlei Hinsicht und für mancherlei Existenz, genauso ihren Anfang, Überlebensnotwendig, sowohl die spirituelle, seelische als auch physische für das Dasein.

Im Scheine des Feuers, begegnen sich Dunkelheit und Licht. Und läutern die Seele, weil es das Schweigen bricht. Und öffnet die Herzen, weil es geborgen macht, befreiet den Geiste, weil es Gedanken entfacht — in stillen Schatten, im Scheine des Feuers, in der Nacht…1

Ja, auch Kunst oder vielmehr die Schöpfung kann dieses Feuer sein!

In den schweren Augenblicken des zerreißenden Zweifels, sollte man sich wirklich besonders daran erinnern, um das verängstigte Ausharren abzuschließen, die Arbeit wiederaufzunehmen und gelassenen Schrittes weiterzugehen.

RR, 14.07.2018


  1. Eingangsverse aus dem Gleichnis „Im Schein des Feuers“, von R. Rehahn. ↩︎


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