Im silbernen Käfig

Es hat den Anschein, als seien Wohlstand, Frieden, Sicherheit, Harmonie und Eintracht, Gaben der Obrigkeit an die Menschen, um Balance und Ruhe in das Leben zu bringen, um uns vom Kampf ums Überleben zu befreien, wobei es doch in Wirklichkeit nur Ketten in einem silbernen Käfig sind. Denn Menschen, die in einem solchen Käfig leben…

Die verworfenen Gaben

Vierter Teil einer noch unveröffentlichten Erzählung… Er saß über dieses und jenes sinnierend im stillen Zimmer, als er zu sich selbst sagte: »Du kannst singen, schreiben, komponieren, schöpfen und viele Dinge mehr! Und hast doch nichts oder so wenig daraus gemacht. Andere wären froh über eines dieser Talente, du hast sie alle irgendwie und bist…

Ein Schritt zu weit

[…] Als nach Augenblicken der Einsamkeit und in des Abgrunds Fall, die Gestade des Himmels sich öffneten und in einem ewigen Schwall ergossen, auf die Erde herab, in einer Flut von reinem Regen, aus dem Wesen des Geistes hinein, in des Menschen Trauerseele, bis hinfort gewaschen das Verlorene und Läuterung hat erfahren, jenes das verschüttet…

Die Freiheit in der Schöpfung

Wahres Erschaffen lässt sich nicht erzwingen, man muss sich treiben lassen, offen sein, zuhören, erfühlen… Wie im Leben, existieren Ströme aller Art das Dasein — immer existent, zu erleuchten, zu verdunkeln, mitzunehmen, hinunterzureißen, zu berühren oder zu zerstören. Nur sanft und stille lassen sich die wundersamen Ströme erkennen und dann empfindet man die Natur und…

Stimme aus den Schatten

Das Netz, welches mehr und mehr diese Welt umspannt und alles verschlingt, ruft ständig nach Aufmerksamkeit, nach Konsum und Beteiligung, jedoch ebenso zur Anteilnahme und Beteiligung, und auch ich erliege seinem “Reize”. Doch ich bin wie ein, im Schatten schleichendes, Wesen: Vor Ort anwesend, vielleicht hier und da sichtbar, aber hoffentlich unerkannt, auch wenn das das…

Vom Glauben

Wenn der Mensch durch die Welt geht, seinen Glauben, seine Gesinnung oder sein Wissen vor sich her trägt und in jedem Augenblicke zitiert und darauf hinweist, so bin ich mir nicht sicher, wer da wirklich spricht und wem ich eigentlich Gehör schenken soll. Der da wahrlich glaubt, ist stille und tut Gutes, ist mitfühlend und…

Wie ein Stein in stillem Wasser

Den Tag allein in Gedanken verbracht, fern der Menschen, doch sie immer bedenkend und betrachtend… Am Morgen lange geschlafen, um den Tag allein nicht zu lange werden zu lassen. Dann ruhig erwacht, wie jeden Tag gefrühstückt und dabei gelesen, während der Zubereitung dafür das Wasser des Hausaltars gewechselt, danach langsam die Werkzeuge für die Arbeit…

Irrelevant bleiben

Als Autor, Künstler, obwohl ich ungern mit diesen Selbstbezeichnungen beginne, es aber doch häufig tue, oder also, als jemand, der schreibt oder etwas kreiert, kommt der Gedanke der Relevanz des eigenen Schaffens, was die Aktualität der Themen oder der Zeit anbelangt, schon einmal auf. Hier und da, dann und wann, jedenfalls. Und angesichts einem Schattendasein…

Von der Öffnung des verstockten Herzens

»Was erhofft Ihr Euch von Gott an Weihnachten?« War eine der Fragen der Pastorin in ihrer Predigt des Christvesper‐Gottesdienstes am gestrigen heiligen Abend. Und sie sprach weiter: »Viel mehr noch, als ein Fest der Liebe, ist es ein Fest des geliebt Werdens!« Nach diesem schweren, an die Grenzen des Daseins drängendes Jahr in jeglicher Hinsicht,…